33 Prozent wären lieber in der PKV

admin am 28. April 2010

Im Auftrag der HanseMerkur ging eine aktuelle forsa-Umfrage der Frage nach wie beliebt die Private Krankenversicherung eigentlich ist. Dem Ergebnis dieser Umfrage nach würde jeder Dritte in der gesetzlichen Krankenversicherung lieber in die private wechseln, wenn er denn die Möglichkeit dazu hätte. Für die Umfrage wurden 1 002 Bürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Für rund ein Drittel der gesetzlich Versicherten, wie zum Beispiel eine Kauffrau oder eine Schneiderin, stellt die PKV eine Alternative dar. Der Zugang zu dieser ist allerdings für einen großten Teil der Versicherten gar nicht möglich. Der Grund hierfür ist die Versicherungspflichtgrenze. Erst derjenige, der ein Einkommen von mehr als 49 950 Euro nachweisen kann darf in die PKV wechseln. Ohne diese Einkommensgrenze können Selbstständige und Beamte in diese Versicherung eintreten.

Das Kriterium der Einkommensgrenze erfüllen nur rund zehn Prozent der Befragten. Je jünger die Befragten sind, desto eher können sie sich einen Wechsel in die private Krankenversicherung vorstellen. Die Bereitschaft liegt in der Gruppe der Unter-40-jährigen bei über 40 Prozent. Die Wechselbereitschaft sinkt allerdings bei den älteren Befragten. In der Gruppe der 56 – 65-jährigen sind es nicht einmal mehr 20 Prozent, die sich einen Wechsel vorstellen können. Vor allem für jüngere Versicherte rechnet sich der Wechsel in die PKV. Durch die lange Vertragslaufzeit besteht für diesen Personenkreis die Möglichkeit, dass ausreichende Altersrückstellungen aufgebaut werden können.

Die Entlastungen durch das Bürgerentlastungsgesetzt versprechen keine Belebung. Auch wenn sich das Nettoeinkommen durch die neuen steuerlichen Regelungen erhöht hat, will die Mehrheit der Befragten keine Zusatzversicherungen abschließen.

Der Gedanke einer zusätzlichen privaten Absicherung scheint sich einzig unter den Frauen stärker durchzusetzen als bei den Männern. Mit 57 Prozent lehnen die älteren Befragten eine Zusatzversicherung mehrheitlich ab. Hierbei zeichnet sich deutlich ab, dass es auch in den kommenden Jahren keine stärkere Ausweitung des Gesundheitsbudgets geben wird. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer geht davon aus, dass sich auch in den nächsten Jahren in jedem Fall nicht mehr für die Gesundheit ausgeben wollen.

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